Aktuelles

15.03.2011

Alternative zur virtuellen Welt

Bild - Alternative zur virtuellen Welt

Delegierte der 37 Jugendfeuerwehren des Kreises Rendsburg-Eckernförde kamen am Sonnabend zur Kreisjugendfeuerwehrversammlung in die Aula der Grund- und Gemeinschaftsschule Fockbek.

"Leider konnte im vergangenen Jahr keine neue Jugendwehr gegründet werden", bedauerte der Kreisjugendfeuerwehrwart Thorsten Weber. Scheinbar hätten immer noch nicht alle erkannt, dass die Jugendlichen der Nachwuchs für die Einsatzabteilungen seien, meinte Weber. Die Mitgliederzahl in den Jugendwehren sank um 17 auf nunmehr 1021. Die Werbung um neue Mitglieder müsse auch in diesem Jahr unvermindert weitergehen, um die Zahlen zu halten oder nach oben korrigieren zu können.

Der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Michael Baarth erinnerte an das Zeltlager im dänischen Korsör im vergangenen Sommer. Es sei für ihn das Highlight unter den Veranstaltungen gewesen. 14 Jugendfeuerwehren des Kreises nahmen daran teil.

"Ich habe Bock dazu!" Julia Lucius aus Molfsee machte deutlich, dass sie Verantwortung in der Jugendfeuerwehr übernehmen will. Sie wurde zur Kreisjugendgruppenleiterin gewählt. Die 16-jährige Schülerin ist seit 2006 in der Jugendwehr. Sie habe sich vor einigen Tagen spontan entschieden, für das Amt zu kandidieren, erklärte sie.

"Ohne die Jugendfeuerwehr geht nichts mehr", betonte der Kreiswehrführer Mathias Schütte. Sie seien der wichtige Stützpfeiler für das Fortbestehen der Wehren. "So viele andere klopfen nämlich nicht an unsere Türen." Er gab das Ziel aus, in diesem Jahr mindestens eine neue Jugendwehr zu gründen.

Der Fockbeker Wehrführer Hans-Jürgen Mumm sieht in der Jugendwehr eine "Alternative zur virtuellen Spaßgesellschaft". Freiwilliges Engagement hilft und macht auch Spaß", betonte er.

Zusammenhalt, Verantwortung, Pflichterfüllung, Kameradschaft und auch Geselligkeit werde in der Jugendfeuerwehr gefördert, sagte der Fockbeker Bürgervorsteher Werner Stave. "Das braucht man für das ganze Leben."

Landrat Rolf-Oliver Schwemer dankte den Jugendlichen für ihr Engagement. "Was Ihr hier lernt, wird Euch im weiteren Leben helfen." Das klare Erkennen einer Situation und das Treffen der richtigen Entscheidung seien Beispiele dafür. Die jugendlichen Parkplatzhelfer an der Schule hätten ihm das gezeigt. "Hier ist voll, Herr Landrat. Sie müssen da hinten bei Kik parken."

Für ihren besonderen Einsatz für die Jugendfeuerwehr wurden Mario Höwner, Jugendwart der Feuerwehr Büdelsdorf, Rolf Sievers, ehemaliger Jugendwart der Feuerwehr Hohenwestedt, und Hans Schneider, stellvertretender Jugendwart in Hohenwestedt, ausgezeichnet. Sie erhielten die Leistungsspange in Bronze der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr.

 

Text mit freundlicher Genehmigung von Horst Becker / SHZ

 


[Gesamtansicht] · [drucken] · [top]